►WALD, GÄRTEN, GRÜNANLAGEN
►ZIMMERPFLANZEN
►NAHRUNGSMITTEL
►HAUSHALT
►KONSERVIERUNGSSTOFFE
WALD, GÄRTEN, GRÜNANLAGEN
Adonisröschen (Adonis vernalis):
Erste Anzeichen einer Vergiftung sind, wie bei den Pflanzen mit Herzgiften üblich, Erbrechen und Durchfall. Es folgen Herzrythmusstörungen, langsamer Pulsschlag und Atemnot. Hier kann schnell das Herz versagen, was unweigerlich zum Tode des Hundes führt.
Ackerbohne, Puffbohne, Saubohne, Pferdebohne, Dicke Bohne:
Syptome: bleiches Aussehen, Fieber, verminderte Urinausscheidung, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Kolik, ev. Gelbsucht, Milz- und Leberschwellung. Stark giftige Kulturpflanze. Bohnen, Samen und Pollen für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde giftig.
Azalee:
Diese Pflanze enthält (genau wie der Rhododendron) ein Neurotoxin, welches in erster Linie zu Lähmungen der Muskulatur führt. Auch hier zeigt sich wieder unspezifisches Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Daneben beobachtet man das Reiben des Kopfes an Gegenständen und Augenausfluss. Später kommen ein verlangsamter Herzschlag, Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen hinzu, die letztlich zur Atemlähmung führen.
Buchsbaum:
Dank des bitteren Geschmacks werden frische Pflanzenteile selten aufgenommen, gefährlich ist aber auch die getrocknete Pflanze (z.B. In Floristikgestecken). Beim Hund beträgt die tödliche Dosis 5g Blätter pro kg Körpergewicht. Die Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Erregungszustände und Krämpfe, sowie Lähmungen. Der Tod tritt durch Lähmung der Atmung ein.
Efeu (Hedera helix):
Beeren, Blätter und Stängel bei hoher Dosis tödlich. Magen-Darm-Entzündung. Bei hoher Dosis Nerven- und Herzdepression.
Eisenhut:
Eisenhut ist stark giftig- wobei besonders der blaue Eisenhut besonders giftig ist. Das Gift des Eisenhuts fördert zunächst die Reflexe. Als Symptome treten Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe und Lähmungen auf. Im schlimmsten Fall tritt der Tod ein. Schon kleinste Mengen des Eisenhuts sind sehr gefährlich für Hunde. Liegt eine Vergiftung mit Eisenhut vor, so sollte man schnellstmöglich zum Tierarzt.
Eibe:
Die gesamte Pflanze, einschließlich der Samen ist hochgiftig. Die einzige Ausnahme bilden die roten Beeren, deren Fleisch ungiftig, deren Samen aber wiederum toxisch ist. Als tödliche Dosis beim Hund gelten z.B. 30g der Nadeln. Die Tiere zeigen Erbrechen, Durchfall, Fieber und Kollaps. Die Pupillen reagieren nicht mehr auf hell-dunkel und man beobachtet Unterhautblutungen, Atemnot, Koma und Tod.
Farne (z.B. Adlerfarn, Adlersaumfarn, Grosser Waldfarn, Johanniswurz, Jesus-Christwurz):
Symptome: allergische Reaktionen, Muskelzuckungen, motorische Störungen, Krämpfe, Blut im Urin, blutiger Durchfall. Sehr stark giftige Wildpflanze. Ganze Pflanze, insbesondere Jungpflanze, ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde giftig.
Fingerhut:
Der Fingerhut enthält die sogenannten "Herzglykoside". Dabei handelt es sich um stark giftige Stoffe, die in kleinsten Mengen jedoch bei bestimmten Herzerkrankungen mit bestem Erfolg eingesetzt werden und somit auch heilende Wirkung haben. Es kommt zu lokalen Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, zu Erbrechen, Durchfall und Störungen des Herzrhythmus. Benommenheit und blasse Schleimhäute kommen hinzu. In schweren Fällen kommt es durch Herzstillstand zum Tod. Man sollte sofort zum Tierarzt gehen.
Gefleckter Schierling (Conium maculatum):
Ganze Pflanze sehr giftig, oft tödlich, für den Hund sind schon 50 mg Coniin/kg KG tödlich. Schnelle und leichte Aufnahme durch die Schleimhäute und auch durch die unverletzte Haut. Auftreten der ersten Symptome nach 20-30 Minuten: Unruhe, Muskelschwäche, Inkoordination, Muskelzittern, Puls erst verlangsamt, dann beschleunigt, Krämpfe, fortschreitende Lähmung, Atem- und Herzdepression.
Goldregen:
Giftige Teile sind v.a. die Samen, aber auch Wurzeln und Äste, die einen süßlichen Geschmack haben sollen. Die Vergiftungssymptome treten schon nach wenigen Minuten in Erscheinung, in Form von heftigem Erbrechen, Durchfall, Kollaps und epileptischen Anfällen.
Hahnenfuss (Ranunculus spp.):
Stängel und Pflanzensaft sind giftig. Starke Reizung von Maul, Speiseröhre, Magen und Darm.
Herbstzeitlose (Colchicum autumnale):
ganze Pflanze sehr giftig, oft tödlich. Magen-Darm-Entzündung, Muskel -und Atemlähmung.
Holunder:
Wer seinem Hund ein Stöckchen aus Holunderholz zuwirft, spielt russisches Roulette. Denn das Holz enthält ein giftiges Blausäureglykosid.
Hortensie:
Hierbei sind auch die getrockneten Pflanzenteile giftig. Die i.d.R. weniger dramatische Vergiftung zeigt sich durch Magen-Darm-Störungen mit blutigem Durchfall, Zittern und allgemeiner Schwäche (Schwanken).
Lebensbaum (Thuja):
Giftig beim Lebensbaum sind die Blätter, welche entzündungsfördernde Stoffe enthalten. Als Symptome treten zunächst Magen-, Darmreizungen auf. In schweren Fällen kommen dann Leber- und Nierenschäden hinzu. Auch hier sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen.
Lupinen:
Besonders die Samen dieser Zier- und Futterpflanze enthalten ein Gift, das eine lähmende Wirkung auf Herz und Atmung aufweist, jedoch in sog. Süßlupinen nicht vorkommt. Am giftigsten ist die gelbe Bitterlupine. Der akute Krankheitsverlauf wird durch die Alkaloide ausgelöst, der chronische durch Mykotoxine (Phomopsine beeinträchtigen den Kupfer-, Zink- und Eisenhaushalt sowie die Metabolisierung von Selen und Vitamin E). Anagyrin ist teratogen (in den kultivierten Lupinen aber nicht enthalten). Trotzdem kommt eine Vergiftung vor, die wahrscheinlich auf Schimmelpilze zurückzuführen ist. Es entsteht eine Magen-Darmentzündung gefolgt von schweren Nieren- und Leberschäden. Mattigkeit, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und Lähmungen folgen diesem. Gegenmaßnahmen: Rasche Zufuhr von Abführmitteln und Leberschutztherapie (durch den Tierarzt). Diese Vergiftung ist ein typisches Beispiel für bestimmte Schimmelpilze, die eine Reihe von teilweise völlig harmlosen Pflanzen in "Giftpflanzen" verwandeln kann.
Maiglöckchen(Convallaria majalis):
Für das Maiglöckchen gilt dasselbe wie für den Fingerhut. Wildtiere meiden diese Pflanze instinktiv. Domestizierten Tieren fehlt dieser Warnmechanismus oft, was zu Todesfällen führt. Maiglöckchen beinhalten gleich einen Toxincocktail von über 30 Glykosiden. Bei Auftreten von Symptomen sind die Glycoside wohl bereits vollständig resorbiert. Symptome mit lokalen Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, zu Erbrechen, Durchfall (bes. beim Hund) und Störungen des Herzrhythmus. Benommenheit und blasse Schleimhäute kommen hinzu. In schweren Fällen kommt es durch Herzstillstand zum Tod.
Mistel:
Einige Stunden nach Giftaufnahme zeigen die Tiere Erbrechen, Durchfall, Fieber und starken Durst, Krämpfe, Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen, Koma und Herzstillstand.
Narzisse, Osterglocke, Amaryllis:
Auch diese Frühlingsblume ist gefährlich. Eine Narzissenzwiebel von nur 15 Gramm kann einen Hund töten!! Lycorin, ein Alkaloid der Amaryllis, führt in geringen Dosen zu Erbrechen und Durchfall, in höheren zu Krämpfen, Lähmung und Kreislaufversagen.
Oleander:
Alle Pflanzenteile des Oleanders enthalten ein herzwirksames Toxin. Bei Hund und Katze kommt es zunächst zu Magen-Darm-Problemen (Speicheln, Erbrechen, Durchfall). Weiterhin zu Herzrhythmusstörungen, Vorhof- und Kammerflimmern und letztlich Herzstillstand. Daneben zeigen die Tiere allgemeine Symptome wie Untertemperatur, Krämpfe, Atembeschwerden und Husten.
Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) bzw. Herkulesstaude und Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium):
Für Mensch und Tier äußerst unangenehm. Der Pflanzensaft enthält sogenannte Furocumarine. Das sind phototoxische Substanzen. die UV-Licht absorbieren und mit der so gewonnenen Energie chemische Reaktionen auslösen, die das Erbgut und die Zellen schädigen. Gelangt Pflanzensaft auf die Haut oder die Schleimhaut und wird diese Stelle anschließend dem Sonnenlicht ausgesetzt, entsteht ein heftiger Sonnenbrand mit Blasenbildung und anschließendem Haarverlust ("Wiesendermatitis"). Es sind va. die wenig behaarten und unpigmentierten Körperpartien (Kopf und Bauch) gefährdet. Die Heilung ist langwierig und of bleiben Narben und Pigmentveränderungen zurück.
Rhododendron:
Diese Pflanze enthält (genau wie die Azalee) ein Neurotoxin, welches in erster Linie zu Lähmungen der Muskulatur führt. Auch hier zeigt sich wieder unspezifisches Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Daneben beobachtet man das Reiben des Kopfes an Gegenständen und Augenausfluss. Später kommen ein verlangsamter Herzschlag, Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen hinzu, die letztlich zur Atemlähmung führen.
Rosengewächse (Rosaceae): Die Giftigkeit der Früchte der Gattung Prunus (Kirsche, Pflaume, Aprikose etc.) = Obstkerne:
Die giftige Substanz ist das Amygdalin, aus dem im Organismus Blausäure freigesetzt wird. Nach Aufnahme einer ausreichend großen Menge zeigen sich Speicheln, Erbrechen, rote Schleimhäute, Atemnot, Fieber Krämpfe und allgemeine Schwache. Der Tod erfolgt durch „inneres Ersticken", da der an die roten Blutkörperchen gebundene Sauerstoff nicht mehr an das Gewebe abgegeben werden kann (daher auch die Rosigfärbung der Haut und die rote Farbe des venösen Blutes). Da erst eine größere Menge zu ernsthaften Vergiftungen führt, sind meist nur Magen-Darm-Symptome zu beklagen.
Ebenfalls Blausäureabspaltende Substanzen enthalten u.a.
Kirschlorbeer ( Prunus laurocerasus)
Fächer-Zwergmispel (Cotoneaster horizontalis)
Feuerdon ( Pyracantha coccinea)
Seidelbast:
Alle Pflanzenteile des Seidelbasts enthalten stark entzündungsauslösende Stoffe. Beim Anknabbern oder Kauen kommt es zu starken Reizungen, Entzündungen und Geschwürbildungen an Schleimhäuten und Haut. Danach folgen dann Rachen-, Magen-, Darmentzündungen. In schwersten Fällen kann es zu Nierenentzündungen und schließlich zum Tod durch Kreislaufkollaps kommen. Meist jedoch bleibt es bei lokalen Schäden, da die Pflanze sehr scharf schmeckt. Sofort sollte man mit seinem Hund zum Tierarzt, wenn Verdacht auf eine Vergiftung vorliegt.
Stechpalme (Ilex aquifolium):
Sie enthält gleich mehere Wirkstoffe: Purin-Alka-loide, Rutin, Ursolsäure, Baurenol, Uvaol, Triterpene, Tannin. Die Beeren sind nur bei hoher Dosis (etwa 20 Beeren) tödlich. Symptome: Übelkeit, Erbrechen, starker Durchfall und Schläfrigkeit.
Trompetenbaum (Datura suaveolens) oder Engelstrompete:
Die ganze Pflanze ist stark giftig, besonders die Blätter udn die Rinde in der Blütezeit. Die Einnahme des Suds der Pflanze kann zu einer tödlichen Vergiftung führen. Symptome: Erbrechen, Durchfall, trockene Schleimhaut, Schluckbeschwerden, Sehstörungen, Herzrhytmusstörungen.
Waldholunder (Sambucus nigra):
schwarze, beerenartige Steinfrucht, Beeren rufen Erbrechen und starken Durchfall hervor.
Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias):
ganze Pflanze giftig bis stark giftig. Führt zu Magen-Darm-Entzündung. In hoher Dosis tödlich.
Wunderbaum (Ricinus communis):
Diese Pflanze, aus der das Rizinusöl gewonnen wird, kann Haustieren gefährlich werden. z.B. wird der " Ölkuchen", der auf Hunde sehr anziehend wirkt, als Düngemittel verwendet. Das Haupttoxin ist das sehr giftige Toxalbumin Ricin (seit 1962 als Kampfstoff patentiert). Es entwickelt sich eine schwere Magen-Darm-Entzündung, eine Schädigung von Leber und Nieren und eine Zersetzung der roten Blutkörperchen. Die tödliche Dosis beim Hund wird mit 1 bis 2 g Samen/kg Körpermasse angegeben. Das in Apotheken erhältliche Rizinusöl ist durch Erhitzen ungiftig gemacht worden
ZIMMERPFLANZEN
Alpenveilchen:
Die Konzentration giftiger Substanzen ist in den unterirdischen Pflanzenteilen (Knolle) am höchsten, so dass durch die oberirdischen Anteile kaum Vergiftungen auftreten. Es kommt zu Reizungen der Schleimhäute, erbrechen und Durchfall, Untertemperatur und Bewegungsstörungen.
Becherprimel:
In den Drüsenhaaren dieser Pflanze inklusive ihrer Zuchtformen befindet sich ein starkes Kontaktallergen. Nach Sensibilisierung sind allergische Reaktionen der Haut, der Bindehäute und des Atmungsapparates zu beobachten, die Stunden bis Tage andauern.
Brunfelsie:
Die enthaltenen Giftstoffe beeinträchtigen das Nervensystem. Entsprechend beobachtet man (neben Speicheln, Erbrechen und Durchfall) Störungen desselben: Krämpfe und Übererregbarkeit bzw. Muskelsteife, fehlende Reflexe, Atemnot und Koma.
Christrose, Schwarze Nieswurz (Helleborus niger):
Die Pflanze enthält das Saponin Helleborin und Protoanemonin. Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhäute, Herzrythmusstörungen, erweiterte Pupillen, Atemnot und starker Durst. Es kann auch zum Tod durch Atemlähmung kommen. Schwere Vergiftungen können beim Menschen z.B. schon nach dem Verzehr von 3 reifen Samenkapseln eintreten.
Clematis-Züchtungen (Clematis sp.):
Clematis enthält das Gift Protoanemonin, das bei Kontakt mit der Haut zu Reizungen und Entzündungen führen kann. Bei innerer Aufnahme kommt es zu Krämpfen, Reizungen von Niere und Darm, zu Durchfall und Erbrechen.
Gummibaum, Birkenfeige (Ficus benjamini) u.ä.:
Hunde zeigen Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Außerdem Fieber schwankenden Gang und Krämpfe. Bei Katzen kann ein tödliches Nierenversagen folgen.
Philodendron, Dieffenbachia und Fensterblatt (Monstera):
U.a. ist ihr hoher Gehalt an Oxalsäure (in erster Linie als kleine Oxalat-Nadeln vorliegend) schädlich. Wird die Pflanze verletzt, so dringen diese Nadeln in Haut und Schleimhäute der Tiere ein und verursachen dort sehr rasch starke, schmerzhafte Schwellungen. Durch diese schnelle Reaktion wird meist eine weitere Giftaufnahme automatisch verhindert. Lokale Symptome sind Rötung, Schwellung und Geschwürbildung in der Mundschleimhaut und auf der Zunge. Dies führt zu brennenden Schmerzen, Kopfschütteln, Speicheln, reiben mit den Pfoten am Maul, Versuche zu Trinken und Unfähigkeit, Nahrung aufzunehmen. Später kommt es an der Schleimhaut zu Blasenbildung. Nach Abschlucken der Giftstoffe kommt es zu Erbrechen und Durchfall, gefolgt von Mattigkeit, unsicherem Gang, Lähmung der Hinterbeine, Muskelzittern, Krämpfen bis hin zum Koma. Teilweise können Schwellungen des Kehlkopfes mit hochgradiger Atemnot auftreten. Gelangen Pflanzensäfte ins Auge, so entzündet sich dieses stark. Das Auge wird zugekniffen, tränt und schwillt deutlich an. Die Abheilung dieser Augenentzündung dauert durchaus 3 - 4 Wochen.
Weihnachtsstern:
Der Saft dieses Wolfsmilchgewächses verursacht Entzündungen der Maulschleimhaut, Erbrechen und Durchfall. Weiterhin Muskelzittern, schwankenden Gang, Kreislaufversagen und Lungenödeme. Auf der äußeren Haut kann der Milchsaft Reizungen mit Bläschenbildung und allergische Reaktionen auslösen. Gelangt Saft ins Auge, so entstehen starke Entzündungen.
Yuccapalme, Drachenbaum und Bogenhanf:
Die Pflanzensäfte beinhalten Gifte, die zu Schleimhautreizungen und Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen) führen können. Die Tiere reagieren mit Zahnfleischentzündung, Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Nachfolgend sind Untertemperatur, Bewegungsstörungen und Blutungen zu beobachten. Ein komatöser Zustand ist möglich.
Nahrungsmittel
Nachtschattengewächse
sind zum Beispiel rohe Auberginen und Kartoffeln, auch Kartoffelwasser gehört dazu. Die giftige Dosis beim Hund ist unbekannt, sie hängt von der Konstitution des Hundes ab. Giftstoff: Alkaloide. Symptome: Erbrechen, Störung der Gehirnfunktion und Schleimhautreizung.
Rohe Bohnen und andere Hülsenfrüchte
Giftstoff: Phasin. Es ist ein Protein (Eiweiß), das die roten Blutkörperchen verklebt. Die giftige Dosis bei Hunden ist unbekannt, je nach Konstitution unterschiedlich. Symptome: Durchfall und Erbrechen des Hundes.
Schokolade
Giftstoff: Theobromin. Die giftige Dosis beim Hund ist je nach Kakaogehalt 8 bis 60 g pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes. Es sind bei Hunden Todesfälle bekannt.
Weintrauben und Rosinen
Die giftige Dosis beim Hund liegt wahrscheinlich um 11,6 g pro kg Körpergewicht. Die Folge sind ein erhöhter Kalziumspiegel im Blut. Dies führt zu Nierenversagen. Symptome: Lethargie (Unlust des Hundes), Erbrechen, Durchfall.
Zwiebeln
Ab 5 g Zwiebeln pro kg Körpergewicht des Hundes erreicht man die giftige Dosis. Diese variiert je nach Konstitution des Tieres. Die Folge ist eine Zerstörung der roten Blutkörperchen. Symptome: Appetitlosigkeit, Durchfall, blasse Schleimhäute (Anämie) und Erbrechen. Dabei ist es egal, ob die Zwiebeln gekocht, gebraten, getrocknet werden. Die giftige Wirkung bleibt erhalten.
Knoblauch
Die giftige Dosis liegt beim Hund bei 5 g je kg Körpergewicht. Bei Knoblauchextrakt gilt 1,25 ml pro kg Körpergewicht. Das heißt: Für einen 20 kg schweren Hund könnten Knoblauchmengen ab 100 g (ca. zwei Knollen) gefährlich werden. Wichtig dabei ist, egal ob frisch, getrocknet, pulverisiert oder gegart - die schädliche Wirkung bleibt erhalten. Ausführliche Infos unter Aktuelles bei www.dogs-magazin.de
Rohes Schweinefleisch
ist sehr gefährlich: Es kann das Aujeszky-Virus enthalten. Dabei endet eine Infektion mit dem Aujetzkyvirus bei Hunden immer tödlich.
Avocados
Der Giftstoff heißt Persin, es schädigt den Herzmuskel des Hundes. Es treten folgende Symptome auf: Atemnot, Husten, Bauchwassersucht.
Obstkerne
enthalten den Giftstoff: Blausäure. Foldgende Symptome können auftreten: Durchfall, Erbrechen, Fieber auch eine Atemnot kann auftreten.
Knochen in Zubereitung (gekocht, gegrillt, gebraten):
Der Grund für die Gefährlichkeit ist, die aufgeweichte Knochenmasse kann splittern und stopfen. Dabei besteht die Gefahr den Mund, Darm und Magen oder die Speiseröhre zu verletzen. Außerdem kann es zu einem Darmverschluss führen.
Knabbereien
Dabei kann es zu einer konzentrierten Salzaufnahme kommen, die für Hunde mit Herz- und Nierenschwäche gefährlich werden kann. Die Folge ist ein erhöhter Blutdruck, der Herz und Nieren belastet.
Milch, Eis
Der hohe Milchzuckergehalt ist Problematisch für Hunde. Milchzucker kann im Dündarm des Hundes schlecht verdaut werden. Der Hund bekommt Durchfall.
Butter
Dei kurzkettigen Fettsäuren der Butter können schwer verdaut werden. Als Folge kann es je nach Menge zum Erbrechen des Hundes kommen.
Rohes Eiklar
Im Hühnerei kommt das Protein Avidin vor. Es bindet Biotin, welches wichtig für Haut und Fell des Hundes ist. Avidin verhindert die Aufnahme von Biotin im Körper.
alkoholische Speisen
Intoxikation (Vergiftung), Koma, Tod
epileptische Anfälle
Koffein: Herzmuskelstörungen, Neurologische Störungen
Erdnüsse
Kaffee
kaltes Futter
ungesund
Kohl / Kohlarten
Blähungen
Macadamianüsse
schädigen Magen-Darm-Trakt, Nervensystem & Muskeln
Muskatnuss
Zittern, Krämpfe, Tod
Pilze
Schock, Tod
Rettich, Meerettich, Radieschen
blähend
Süssigkeiten
Karies
Haushalt
Unkrautbekämpfungsmittel (mit z.B. Chloratsalzen):
Unkrautvertilger werden in der Landwirtschaft und im Garten verwendet. Vergiftung von Haus- und Nutztieren durch unkontrollierte Aufnahme bei fehlerhafter Lagerung. Besonders Hunde nehmen bei freiem Zugang sehr viel davon auf.
Der Hund verwechselt herumliegende Trockenspirituswürfel mit Würfelzucker frisst diese. Das Nervengift kann je nach aufgenommener Menge innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen. Symptome: Starker Speichelfluss nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall; nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C) Behandlung: Brechmittel, Magenspülung; Verabreichen von Beruhigungs- und Narkosemitteln, die zu einer Art Heilschlaf über 1 bis 2 Tage führen. Infusionen zur Anregung der Nierenausscheidung; Kalzium gegen die Krämpfe.
Frostschutzmittel fürs Auto:
Schleckt der Hund süßschmeckendes Frostschutzmittel auf, kann es zu schwerem Nierenschaden und – je nach Giftmenge – zu tödlichem Nierenversagen kommen. Symptome: Starkes Speicheln, spontanes Erbrechen schon Minuten nach dem Aufschlecken, Durchfall, Mattigkeit, Taumeln, Krämpfe, Hinfälligkeit Behandlung: Magenspülung, Infusionen, um die Nierenfunktion zu erhalten; als Gegenmittel wird Alkohol zur Infusion gegeben.
Mäuse- oder Rattengift:
Rattengift führt zu Blutgerinnungsstörungen Symptome: Anfänglich geringes Erbrechen, das oft übersehen wird; nach 2 bis 6 Tagen durch innere Blutungen verursachte Mattigkeit, blasse Schleimhäute, stark blutiger Urin, gelegentlich auch blutiger Durchfall Behandlung: Spritzen mit Vitamin K1 als Gegenmittel; eventuell auch Bluttransfusion.
Insektizide jeglicher Art:
Bei sachgemäßer Anwendung besteht keine Gefahr, bei unsachgemäßer Anwendung von Mitteln gegen Flöhe, Läuse, Zecken (Shampoo, Puder, Spray, Halsband, Tabletten oder Tinktur) kann sich der Hund durch Abschlecken des Fells nach zu üppigem Einpudern oder Besprühen, Trinken von Badelösung, Fressen des Halsbandes oder von Tabletten vergiften Symptome: Insektizide sind Nervengifte und rufen ähnliche Symptome wie die Vergiftung mit Schneckenkorn hervor Behandlung: Wie bei Vergiftung mit Schneckenkorn Wichtig: Nach dem Einpudern das Fell mit feuchtem Frotteetuch abwischen, beim Schampoonieren genügend nachspülen, Halsbänder nicht herumliegen lassen.
Mineralöle jeglicher Art, Medikamente, hier vor allem Schlafmittel, die häufig frei herumliegen:
Frisst der Hund Schlaftabletten, kommt es zu narkoseähnlichem Zustand, unter Umständen auch zum Tod Symptome: Kein Erbrechen, kein Durchfall, tiefer Schlaf, Bewusstlosigkeit, flache Atmung, bläuliche Schleimhäute, schneller schwacher Puls Behandlung: Brechmittel und Magenspülung, künstliche Beatmung mit Sauerstoff, kreislaufstützende Infusionen, um die Ausscheidung der Gifte über die Niere anzuregen. Der Hund muss im Schlaf warmgehalten und wegen der Gefahr des Blutstaus alle halbe Stunde anders gelagert werden.
Pestizide (z.B.Schneckengift):
Benzin (auch Produkte, die Benzin enthalten)
Düngemittel (auch in Pfützen am Feldrand und Rindenschrot)
Dünger, biologischer / Naturdünger (wenn er Rizinusschrot bzw. aktives Rizin enthält – sehr giftig!)
Farben
Heizöl / Motoröl
(Aufnahme über die Haut oder durch Putzen des Fells)
Humanarzneimittel
(verabreichen sie niemals Ihre eigenen Medikamente - Vergiftungsgefahr!)
Kautabak
Klebstoff
Kohlenmonoxid
(Einatmen von Rauch/Gas)
Lacke
Laugen
Lösungsmittel
Möbelpflegemittel (Polituren)
Mottenkugeln Katze
Nikotin, Nikotinpflaster
(20 – 100 mg sind tödlich / auch Zigarettenstummel enthalten noch Nikotin)
Passivrauchen (wer sich Tiere hält, sollte das Rauchen zuhause unterlassen)
Petroleum bzw. Kerosin
(auch Produkte, die diesen Stoff enthalten)
Phenole
(Desinfektionsmittel/Mineralöle)
Teerprodukte
(z.B. Shampoo und Seife) Katze
Terpentin
Textmarker
Trockenspiritus
Trocknertücher
Waschmittel
Weichspüler
Säuren
(kann Xanthan enthalten – nur Tierzahnpasten verwenden!)
KATZEN
Acetylsalizylsäure
(ASS, Aspirin)
Paracetamol
(10 mg pro kg Körpermasse sind tödlich)
Rizinusöl
Permethrin
(hochgiftig für Katzen - z.B. enthalten in "PREVENTIC® Spot on Permethrin", einem Anti-Zecken- und -flohmittel für Hunde)
phosphorhaltige Substanzen
Ätherische Öle
(viele sind für Katzen extrem giftig, wenn sie oral - auch durch Ablecken des Fells - aufgenommen werden – z.B. Eukalyptus, Öle von Nadelbäumen, Pfefferminze, Teebaum, Zimt, Oregano, Thymian etc.)
Terpentinhaltige Öle
Phenolhaltige Öle
Jod und jodhaltige Produkte
Passivrauchen
(kann zu Krankheiten wie z.B. dem Felinen Malignen Lymphom führen - außerdem nimmt die Katze bei der Fellpflege die giftigen Substanzen auf)
Konservierungsstoffe
Laut Gesetz dürfen die hier aufgelisteten Konservierungsmittel Hunde- und Katzenfutter nicht beigemischt werden – für die menschliche Nahrung sind sie jedoch zugelassen:
- E210 (Benzoesäure)
- E211 (Natriumbenzoat)
- E212 (Kaliumbenzoat)
- E213 (Calciumbenzoat)
Vorsicht: Füttern Sie Ihre Tiere nicht mit Lebensmitteln, denen diese Konservierungsmittel zugefügt wurden.
Lebensmittel, denen E210, E211, E212 oder/und E213 zugefügt sein können:
Konservierte Fischerzeugnisse, Feinkostsalate, Aspik, Essigkonserven, Saucen, Ketchup, Senf, Margarine, Wurst, Limonaden, Fruchtsaftkonzentrate, Backwarenfüllungen, Desserts (ohne Angabe, da im Flüssigei/Vollei), diätetische Lebensmittel, zuckerreduzierte Konfitüren, Marmeladen, Gelees, kandierte Früchte u.a.
Der Hund frisst das im Garten ausgelegte Schneckengift. Das Nervengift kann je nach aufgenommener Menge innerhalb von 24 Stunden zum Tod fürtSymptome: Starker Speichelfluss nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall; nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C) Behandlung: Brechmittel, Magenspülung; Verabreichen von Beruhigungs- und Narkosemitteln, die zu einer Art Heilschlaf über 1 bis 2 Tage führen. Infusionen zur Anregung der Nierenausscheidung; Kalzium gegen die Krämpfe.
Putzmittel jeglicher Art, Alkohol, Brennspiritus, Trockenspirituswürfel:
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